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Wed, 21. Oct 20

Die Pulsdiagnose (Nadi Pariksha)

Ursprung:

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Die ayurvedische Pulsdiagnose wurde im 13./14. Jahrhundert, also etwa 2000 Jahre nach dem Erscheinen der großen Klassiker Caraka und Sushruta in diese Medizinlehre eingeführt. Auch in Persien, China und Tibet hat diese Diagnoseform Tradition.

Durchführung:

Mit den mittleren drei Fingern kann der geübte Arzt aus den beiden Handgelenken des Patienten erstaunlich viele Informationen über sein Innenleben erhalten. Er fühlt sozusagen den Puls seiner Seele. Er kann herausfinden wie der aktuelle Zustand der 12 wichtigsten inneren Organe ist. Er erfährt die exakte genetisch festgelegte Konstitution des Patienten zum Zeitpunkt seiner Geburt. Neben der ‚Persönlichkeit der Natur’ ist das Erfühlen der davon abweichenden ‚Persönlichkeit der Gesundheitsstörung’ eines Patienten die veblüffenste Errungenschaft dieser Diagnoseform. Eine wichtige Rolle spielen auch die Zungen- und Urindiagnose, das Abhören, Fühlen und Befragen des Patienten, ähnlich wie in der Schulmedizin. Eine ganzheitliche Betrachtungsweise des Menschen schließt seine Gewohnheiten, seine Lebens- und Ernährungsweise, seine sozialen Bindungen, seine genetischen Schwachpunkte und seine emotionalen und mentalen Blockaden mit ein. Dies alles wird im Rahmen einer ayurvedischen Pulsdiagnose beleuchtet.

Empfehlung:

Die Pulsdiagnose sollte möglichst am Vormittag auf nüchternen Magen erfolgen. So werden wichtige Störfaktoren aus- geschlossen, die die momentane Qualität der inneren Organe beeinträchtigen können. Anregende Getränke wie schwarzer Tee oder Kaffee sollten an diesem Tag ebenfalls gemieden werden. Laboruntersuchungen und ärztliche Befunde der letzten 3 Monate sind stets hilfreiche Informationsquellen.

© Ayurveda Kurzentrum Triguna Badenweiler, Blauenstr. 1, 79410 Badenweiler, Telefon 07632-823090